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Wer meine Kommentare bei Mastodon liest oder mir folgt hat evtl. mitbekommen, dass ich mich immer wieder mit dem Thema „digitale Unabhängigkeit“ befasse. Ich bin da technisch alles andere als ein Profi. Stattdessen lese ich viele Beiträge zu dem Thema und versuche selbst die Stellen zu erkennen, an denen ich selbstverantwortlich aktiv werden kann.
Wie bei vielen anderen dreht sich fast alles um das Handy und die Auslagerung von Daten in einen Cloudspeicher. Es gibt viel Wege, damit umzugehen und es wird nie den einen richtigen Weg geben. Nach vielem Probieren habe ich aber aktuell ein Setup laufen, welches im Alltag wunderbar funktioniert.
Ich bin immer dankbar, solche konkreten Vorschläge zu lesen und möchte hier etwas (für mich) funktionierendes zurück geben.
Handy
Ich nutze zwei Handy. Eines privat und eines beruflich. Auf beiden habe ich GRAPHENE OS installiert. Beim Diensthandy setze ich zu den Standard-Apps noch auf Apps von F-Droid.org. Auf dem privatem Handy kommen ein paar Apps, die ich zusätzlich von aptoide.com bezogen habe dazu.
Diensthandy Pixel 5
Apps:
- Briar (Messenger)
- DAVx⁵ (Sync von Kalender und Kontakten)
- Element X (Messenger)
- F-Droid (App-Store)
- FairScan (Dokumentenscanner)
- Fossify Calendar (Kalender)
- Molly (Messenger)
- ntfy (Benachrichtigungen)
- Telegram (apk direkt von der Seite)
- Thunderbird (E-Mails)
Privathandy Pixel 8a
Apps:
- AntennaPod (Podcasts)
- AnySoftKeyboard (Tastatur)
- Aptoide (App-Store)
- Bandcamp (Musik)
- Bluesky (Kurznachrichtendienst)
- Briar (Messenger)
- CamScanner (Dokumentenscanner)
- Clima (Wetter)
- CoMaps (Navigation)
- DAVx⁵ (Sync von Kalender und Kontakten)
- EasyPark (Parkgebühren)
- Element X (Messenger)
- Ente Auth (2-Faktor-Authentifizierung)
- F-Droid (App-Store)
- FAIRTIQ (Fahrscheine ÖPNV)
- Fast Shop (Einkaufsliste)
- Instagram (Soziale Medien)
- Fossify Calendar (Kalender)
- Memories (Galerie)
- Molly (Messenger)
- NewPipe (Videos)
- Nextcloud (Sync von Dateien)
- Nextcloud Notes (Notizen
- NextPush (Benachrichtigungen)
- Parkster (Parkgebühren)
- Proton Pass (Passwort-Safe)
- RadioDroid (Musik)
- SherpaTTS (Sprachausgabe)
- Threema (Messenger)
- Thunderbird (E-Mails)
- Tunerly (Stimmgerät)
- Tusky (soziale Medien)
- VLC (Mediaplayer)
- whoBird (Vogelstimmen erkennen)
- Zapp (Mediathek ÖRR)
Dienstlich und privat nutze ich keine Banking-Apps auf den Handys. Alle Banken, mit denen ich zu tun habe, konnten mir (teils nach intensiver Nachfrage) alternativ TAN-Generatoren o.ä. zur Verfügung stellen. Diese laufen völlig offline und ich habe keine Sorgen, sollte ich mal ein Handy verlieren oder neu aufsetzen wollen.
+ kleine Anekdote zum Thema TAN-Generator der Commerzbank
Bei der Eintragung eines Betreuungsverhältnisses bei der Commerzbank ging kein Weg rein, mir einen TAN-Generator zu stellen. „Das gibt es nicht. Sie müssen die App nutzen.“ Ich hatte an dem Tag eher zufällig ein NOKIA 3310 in der Tasche und habe das auf den Tisch gelegt, mit der Aussage, dass das mein Diensthandy ist. Der Blick der (wirklich sehr netten) Mitarbeiterin war unbezahlbar und eine Woche später hatte ein einen TAN-Generator der Commerzbank in der Hand.
Datenspeicher
Bei der Speicherung und Sicherung meiner Daten fahre ich dienstlich und privat getrennte Wege. Meine privaten Daten liegen alle in einer Nextcloud bei wolkesicher.de. Es gibt zahlreiche Anbieter für Nextcloud und man kann das auch selbst hosten. Bei „meinem“ Anbieter habe ich aber keinen Stress mit Updates und kann trotzdem alle Apps installieren. Vor allem ging es mir um die App „Memories„. Diese ist eine gute Galerie-App, die ich im Browser und auf dem Handy nutzen kann. Ähnlich Google-Fotos – nur eben ohne Google.
Die Dateien von meinem Diensthandy werden nicht extern gespeichert. Ich mache damit nur gelegentlich Fotos (Zählerstände oder Unterlagen bei Betreuten zu Hause). Diese schicke ich mir über Element X direkt auf den Rechner im Büro. Die Kontakte und Termine synchronisiere ich mittels DAVx⁵ mit meinem dienstlichem Mailaccount.
Rechner
Ich nutze nur noch ein Gerät, da mein Arbeitsplatz inzwischen eher mobil ist. Mein Laptop XMG EVO M24 bootet wahlweise in Windows 11 oder Linux Ubuntu. Windows nutze ich für alles rund um meine Arbeit, weil der Anbieter meiner Fachsoftware noch(!) keine Möglichkeit bietet, Linux zu nutzen.
Ich habe versucht, die Windows-Oberfläche so datensparsam wie möglich zu gestalten. Als Browser nutze ich LibreWolf, E-Mails laufen über Betterbird und alle Datensynchronisation über OneDrive wurde deaktiviert. Mit LibreOffice erledige ich den wenigen Schreib- und Tabellen-Kram, den ich in meiner Fachsoftware nicht umsetzen kann.
Fazit
Wenn man sich erst einmal davon gelöst hat, dass alles immer sofort 100%-ig synchron laufen muss und man einmal etwas mehr Zeit in die Einrichtung der Geräte und Programme investiert, kann man echt datensparsam arbeiten, ohne im Alltag irgendwelche Einbußen zu haben.
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Ich bin kein Technik-Experte, aber ich möchte meine Daten selbst kontrollieren – ohne mich von großen Tech-Firmen abhängig zu machen. Deshalb nutze ich Alternativen wie GrapheneOS auf meinen Handys, Nextcloud statt OneDrive und arbeite meist mit Linux auf meinem Laptop.
Handy
Ich habe zwei Handys: eines privat, eines für die Arbeit. Beide laufen mit GrapheneOS (einem sicheren Android-System). Auf dem Diensthandy nutze ich nur Apps aus F-Droid (einem freien App-Store). Auf dem Privat-Handy sind zusätzlich ein paar Apps von Aptoide installiert.
Wichtige Apps:
Messenger: Briar, Element X, Molly, Threema
Kalender & Kontakte: Fossify Calendar, DAVx⁵
E-Mails: Thunderbird
Cloud: Nextcloud (nur privat)
Sonstiges: AntennaPod (Podcasts), NewPipe (Videos), VLC (Medien)
Ich nutze keine Banking-Apps – stattdessen offline TAN-Generatoren, falls nötig.
Datenspeicher
Privat: Alles in meiner Nextcloud bei wolkesicher.de (praktisch für Fotos, Notizen, etc.).
Dienstlich: Keine Cloud – Fotos schicke ich per Messenger an den Büro-PC, Kontakte und Termine synchronisiere ich mit DAVx⁵.
Laptop
Ich arbeite mit einem XMG-Laptop, der sowohl Windows 11 (für die Arbeit) als auch Linux Ubuntu (privat) kann.
Windows: Nutze ich nur für die Arbeit – mit LibreWolf (Browser), Betterbird (E-Mails) und ohne OneDrive.
Linux: Für alles Private.
Warum? Ich will selbst entscheiden, wo meine Daten sind – und nicht von großen Firmen abhängig sein. Es gibt viele Wege, das umzusetzen. Mein System funktioniert gut für mich!


