Ab September wird es für Entwickler:innen unmöglich sein, Apps für Android zu veröffentlichen, ohne sich vorher bei Google zu registrieren – inklusive Gebühren, Personalausweis, Zustimmung zu Nutzungsbedingungen und noch ein paar weiteren Hürden.
Hat nichts mit uns zu tun? Wer voll auf sein Android-Handy vertraut und kein Problem mit der Weitergabe seiner persönlichsten Daten an Google und Co. hat, kann gern weiter scrollen.
Wer aber ein Android-Gerät gekauft hat und dachte: „Cool, eine wenigstens einigermaßen offene Plattform, auf der ich nicht an Apple gebunden bin.“ hat dann ein Problem.
Immer mehr User:innen nutzen freie App-Stores wie f-droid.org unter Android. Dort bekommt man in der Regel nicht-kommerzielle Apps, die ohne Datenabflüsse zu großen Tech-Konzernen auskommen und als OpenSource-Programme auch sehr transparent überprüfbar sind.
Ab September 2026 will Google seine Änderung einfach durchdrücken.
Auswirkungen wird das letztlich auf alle haben, die auf freie Software setzen und sich unabhängig von großen Konzernen machen wollen. Wenn man schaut, wie sich die Tech-Giganten in den USA an Trump ran schmeißen und reihenweise letztlich einknicken, ist es dann eine Frage der Zeit, wann nicht liebsame Apps erst nicht mehr zugelassen und später vielleicht sogar zwangsweise gelöscht werden.
Auf der Seite keepandroidopen.org wird das alles noch detaillierter erläutert und auch, wohin man (noch) seinen Protest richten kann.
Wenn unsere Kommunikation und unsere Daten zunehmend in die Hände (nicht-europäischer) Unternehmen gezwungen werden, dürfen wir das nicht einfach hinnehmen. Es gibt leider noch zu wenige wirklich freie Alternativen zu iOS und Googles Android – umso wichtiger ist es, die bestehende Freiheit so lange wie möglich zu verteidigen.


